Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte Phillip Scharrenberg in seiner Heimatstadt Bonn nach einem traditionellen Sankt-Martins-Umzug. Über die Poetry Slam-Szene gelangte er schließlich auf die Kleinkunstbühne und vertritt dort in seinem mittlerweile dritten Programm die fragliche These: „Germanistik ist heilbar“.

Während die anderen Kinder von Tür zu Tür gingen, Lieder sangen und dafür mit Süßigkeiten belohnt wurden, präsentierte Philipp Scharrenberg mit Sonnenbrille und Ghettoblaster nach einem Sankt-Martins-Umzug seinen St.-Martins-Rap: rabimmel, rabammel, rabumbumbum.

Bekannt wurde er als Scharri auf den Poetry Slams in Deutschland. 2009 gewann er den National Poetry Slam in Düsseldorf, die offiziellen Meisterschaften der deutschsprachigen Poetry-Slam-Szene und 2010 den Kleinkunstpreis Baden-Württemberg. Doch so reibungslos verlief der Übergang vom Poetry-Slam zur Kleinkunst nicht. Zu unterschiedlich sind die beiden Szenen, ihre Regeln und Erwartungshaltungen.

Inzwischen ist er mit seinem dritten Programm unterwegs: „Germanistik ist heilbar“. Viel Hoffnung besteht da allerdings nicht, denn längst hat ihn die Literaturwissenschaft eingeholt und zum Untersuchungsgegenstand gemacht.

Unser Radiofeature über Philipp Scharrenberg am 28. Februar 2018 von 21 – 22 Uhr im Deutschlandfunk und danach als >podcast oder zum online Hören<

 

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